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Von Oktober 2011 bis Februar 2012 werden im Konzerthaus Weinviertel wieder sechs sehenswerte Filme gezeigt. Weitere Informationen über das Projekt "EU XXL die Reihe" finden Sie hier


Welcome
Sonntag, 9.10.2011, 18:30

Welcome

Spielfilm Frankreich 2009
104 min, deutsche Fassung

Nach über drei Monaten Flucht zu Fuß vom Irak durch ganz Europa nimmt die Reise des Kurden Bilal im französischen Calais ein abruptes Ende.
Der 17-jährige möchte seine Freundin Mina, die vor einiger Zeit mit ihrer Familie aus dem Irak nach England immigriert ist, um jeden Preis wiedersehen. Die beiden trennen nun die 33 Kilometer des Ärmelkanals zwischen Calais und Dover - selbst für austrainierte Profis nur mit Begleitboot und viel Glück zu meistern. Doch nichts kann den Jugendlichen aufhalten, auch nicht die zehn Stunden in zehn Grad kaltem Wasser oder die 500 Schiffe, die hier jeden Tag unterwegs sind.
Kurzentschlossen sucht Bilal das örtliche Hallenbad auf, um das Schwimmen zu trainieren und lernt den Schwimmlehrer Simon kennen. Heimlich unterrichtet er den jungen Kurden im Kraulen...

„Ein Edelstein im Menschenrechtskino" (Amnesty International)

Regie: Philippe Lioret
Buch: Philippe Lioret, Emmanuel Courcol, Olivier Adam
Kamera: Laurent Dailland
Mit: Vincent Lindon, Firat Ayverdi, Audrey Dana, Derya Ayverdi u.a.

Preise (Auszug):
Internationale Filmfestspiele Berlin: Preise der Ökumenischen Jury
Label Europa Cinemas
Internationales Filmfestival Warschau: Publikumspreis
Lux Filmpreis des Europäischen Parlaments
Prix Lumière: Bester Film
Friedensfilmpreis der Stadt Osnabrück
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Me too
Montag, 7.11.2011, 19:30

Me too - Wer will schon normal sein

Spielfilm Spanien 2009
109 min, deutsche Fassung

Der 34-jährige Daniel ist es gewöhnt, dass andere ihm wenig zutrauen und ihn verstohlen verschämt anschauen - Daniel ist mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen und hat ein Chromosom zu viel. Das hätte niemand für möglich gehalten, aber er hat sogar ein Studium mit Auszeichnung abgeschlossen!
Voller Energie, Lust und Freude beginnt er seinen neuen Job und trifft doch wieder auf alte Vorbehalte bei Freunden, Kollegen und selbst bei seiner Familie. Als sich zwischen seiner Kollegin Laura und ihm eine intensive Freundschaft entwickelt, sind alle völlig verunsichert. Die Ablehnung, auf die ihre Freundschaft stößt, führt die beiden rebellischen Seelen noch enger zusammen: Sie verlieben sich - unerwartet und überraschend für sie selbst und unvorstellbar für alle anderen. Vorurteile, Ressentiments und eingefahrene Verhaltensweisen werden kräftig durchgeschüttelt.

Eine außergewöhnliche und bittersüße Liebesgeschichte mit wahrem Hintergrund!

Buch & Regie: Antonio Naharro, Álvaro Pastor
Kamera: Alfonso Postigo
Mit: Pablo Pineda, Lola Dueñas, Lourdes Naharro, Antonio Naharro u.a.

Preise:
Goya Awards, Spanien: Beste Hauptdarstellerin, Bester Originalsong
San Sebastián International Film Festival: Beste/r Hauptdarsteller/in
Spanish Actors Union: Beste Hauptdarstellerin
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Der Räuber
Sonntag, 4.12.2011, 18:30

Der Räuber

Spielfilm Österreich / Deutschland 2009
98 min, deutsche Originalfassung

Johann Rettenberger ist erfolgreicher Marathonläufer und Serienbankräuber. Nüchtern und präzise misst er Herzfrequenz, Belastung, Ausdauer und Effektivität – bei Trainingsläufen ebenso wie bei den Banküberfällen, von denen er, aberwitzig maskiert und mit einer Pumpgun bewaffnet, vor der Polizei flüchtet. Er lebt unentdeckt mit seiner Freundin Erika in Wien, zieht immer wieder aus, leidenschaftlich und gierig nach dem Trip, der Bewegung und der Schönheit des Raubzugs- bis zu drei Mal an einem Tag.
Ende der 80er Jahre endete die Flucht eines Mannes, dem die Medien den Namen Pumpgun-Ronnie gegeben hatten.

Verfilmt nach Martin Prinz’ Buch Der Räuber zeigt der Regisseur einen Mann als Hochleistungssportler seines Fachs, als Endorphin-Junkie, als Liebenden und Freiheitssuchenden, als eine Art Naturphänomen, getrieben von einer inneren Energie.

Buch & Regie: Benjamin Heisenberg
Kamera: Reinhold Vorschneider
Mit: Andreas Lust, Franziska Weisz, Markus Schleinzer, Max Edelbacher u.a.

Preis:
Bayrischer Filmpreis: Nachwuchsregiepreis
Nominierung:
Berlinale: Bester Film
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Ein Sommer in New York
Sonntag, 15.1.2012, 18:30

Ein Sommer in New York

Spielfilm USA 2007
104 min, deutsche Fassung

Walter, einst brillanter Wirtschaftsprofessor, lässt sich seit dem Tod seiner Frau ziellos durchs Leben treiben. Für einen Vortrag muss er nach New York. In seinen leerstehenden vier Wänden in Manhattan angekommen, wartet auch schon eine große Überraschung auf ihn: sein Zweitwohnsitz wird von einem jungen Paar bewohnt, dem Syrer Tarek und der Senegalesin Zainab. Nach einem ersten Schreck auf beiden Seiten stellt sich heraus, dass die Wohnung den beiden illegal vermietet wurde. Walter beschließt, die beiden Fremden bei sich wohnen zu lassen, bis sie etwas Neues gefunden haben.
Zwischen ihm und Tarek entwickelt sich nicht nur eine Freundschaft, der junge Mann bringt dem alten Professor das Trommeln bei, durch das Walter wieder neue Lebensfreude und seine verloren geglaubte Kreativität neu entdeckt.
Als Tarek jedoch eines Tages wegen illegalen Aufenthalts in den USA festgenommen wird und ihm die Abschiebung droht, muss Walter seine Lebensfreude in Taten umsetzen. Zusammen mit Tareks verwitweter Mutter Mouna (Hiam Abbass: Lemon Tree) kämpft Walter für die Freilassung seines neuen Freundes…

Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt und ein wahres Juwel des amerikanischen Independentfilms!

Buch & Regie: Thomas McCarthy
Kamera: Oliver Bokelberg
Mit: Richard Jenkins, Haaz Sleiman, Danai Gurira, Hiam Abbass u.a.

Preise (Auszug):
Moscow International Film Festival: Bester Hauptdarsteller Richard Jenkins
San Diego Film Critics Society Awards: Bestes Originaldrehbuch
Independent Spirit Awards, USA: Beste Regie
Nominierungen (Auszug):
Oscar 2009: Bester Hauptdarsteller Richard Jenkins
Chicago Film Critics Association Awards: Bester Hauptdarsteller Richard Jenkins
David di Donatello Awards, Italien: Bester ausländischer Film



Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott
Sonntag, 29.1.2012, 18:30

Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott

Spielfilm Österreich 2010
112 min, deutsche Originalfassung

Horst und Toni sind zwei ganz normale Grazer Mittzwanziger. Horst lebt seit dem Tod seiner Eltern bei seiner Oma. Mit der traurigen Tatsache, dass diese seit Jahren tot ist, muss er ganz alleine fertig werden - vor allem, damit er weiterhin ihre Pension kassieren kann, da er keine anderen Einnahmequellen hat. Alles kein Problem, bis sich ein Lokalpolitiker ansagt, um der betagten Jubilarin zum Geburtstag zu gratulieren. Kurzentschlossen "borgt" sich Freund Toni eine alte Dame aus. Dass er dabei zufällig die Kammerschauspielerin Elfriede Ott erwischt, ist erst der Beginn zahlreicher turbulenter Verwicklungen…

Zwei Antihelden, eine falsche Oma, viel Schlafmittel und noch mehr Probleme: wahnwitzig-geniale Austro-Komödie mit Elfriede Ott in ihrer tatsächlich allerersten Kinorolle!

Regie: Andreas Prochaska
Buch: A. Schwarzenberger, U.Lubrich, M. Ostrowski, A. Prochaska
Kamera: Heinz Wehsling
Mit: Elfriede Ott, Andreas Kiendl, Michael Ostrowski, Simon Hatzl, Angelika Niedetzky u.a.

Preise:
Österreichischer Filmpreis: Bester Spielfilm, Bestes Drehbuch, Beste Musik



Männer al dente
Sonntag, 26.2.2012, 18:30

Männer al dente

Spielfilm Italien 2010
116 min, deutsche Fassung

Die Cantones sind angesehene Eigentümer einer Pasta-Fabrik, in der der älteste Sohn Antonio schon lange arbeitet. Nun ist der jüngere Tommaso an der Reihe. Er hat sein Studium in Rom beendet und soll in den Familienbetrieb einsteigen. Und genau das will er vermeiden. Vor versammelter Mannschaft will er gestehen, dass er nicht der ist, für den man ihn hält. Dem Vater – durch das öffentliche Bekenntnis blamiert bis auf die Knochen – wird dann keine Wahl bleiben: Er wird Tommaso des Hauses verweisen müssen, und der kann zurück in sein Leben nach Rom. Ein genialer und sicherer Plan. Aber dann kommt alles anders als gedacht.
Bei dem ersehnt-gefürchteten Familienessen kommt ihm sein Bruder mit dem eigenen Geheimnis zuvor und wird an seiner Stelle davongejagt. Zu allem Unglück erleidet der geschockte Vater einen Herzinfarkt, und Tommaso sitzt fest als Papas Liebling und neuer Firmenchef. Die Farce beginnt…

Der charmante Film über den ganz normalen Wahnsinn einer süditalienischen Familie plädiert für Toleranz!

Regie: Ferzan Özpetek
Buch: Ferzan Ozpetek, Ivan Cotroneo
Kamera: Maurizio Calvesi
Mit: Riccardo Scamarcio, Alessandro Preziosi, Nicole Grimaudo u.a.

Nominierung:
Europäischer Filmpreis: Publikumspreis